Zunderschwamm - hochgeschätzt in der Volksheilkunde - Zunderschwamm

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Zunderschwamm - hochgeschätzt in der Volksheilkunde

Schon  der berühmteste Arzt des Altertums, Hippokrates, wusste um die heilenden Kräfte des Zunderschwamms. Alte Arzneibücher weisen auch auf die blutstillende Wirkung des holzigen Gesellen (aufgeführt als „Fungus igniarius“, Fungus chirurgorum“ und „Agraricus chirurgorum“) hin. Auch in Krankenhäusern früherer Tage wurde der  Zunderlappen erfolgreich bei der Wundbehandlung eingesetzt. Der Wirkstoff, der das Blut gerinnen lässt, ist Betulin. Früher wurden die blutstillenden „Wundschwämme“ sogar in Apotheken  verkauft (diese Schwämme wurden nur gewaschen und getrocknet, die Laugenbehandlung fiel aus).

Verwendet wurde neben den blutstillenden Zunderlappen das Zunderschwamm Wundstreupulver, das auf offene , stark blutende Wunden und Geschwüre gestreut wurde.

Ein osteuropäischer Arzt berichtet aus seinen Erfahrungen mit dem Zunderschwamm Wundstreupulver: „Es verschließt die Wunde, wirkt stark antibakteriell und vor allem antimykotisch, fällt als Kruste ab, oder wird nach innen absorbiert.
Diese Wundmanagement-Methode, bedarf keines Verbandwechsels noch einer Wundversorgung! Der wirksame Einsatz bei offenen Brustgeschwüren wurde beobachtet und dokumentiert.“

In der Geschichte der Pharmazie Seite 608 wird der Echte Zunderschwamm als medizinisches Mittel bei Leberkrisen und einigen Krebsarten in China angewandt erwähnt. Hier finden sich in französischer Sprache die detailliertesten Angaben zur äußerlich ärztlichen Anwendung wieder.
http://www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/pharm_00352349_2002_num_90_336_5432

Bekannt war auch die heilsame Wirkung des Zunderschwamms bei Pilzvergiftungen und Verdauungsstörungen. Ebenso berichtet man davon, dass der Schwamm den berüchtigten Candida Pilz abtötet.
Außerdem hat man auch noch einen alkoholischen Extrakt, das Fomitin, aus den trockenen Fruchtkörpern gewonnen. Dieser galt als hilfreich bei Blasenleiden, schmerzhaften Regelblutungen und Hämorrhoiden.

In Ostasien ist der Zunderschwamm als Heilmittel seit langem bekannt. Er gilt als mild und leicht bitter vom Geschmack. Die traditionelle chinesische Volksmedizin setzte ihn in erster Linie gegen Magenverstimmung ein. In der modernen Naturheilkunde Chinas wird der Zunderschwamm in gleicher Weise verwendet. Zusätzlich wird er noch gegen Speiseröhren-, Magen- und Gebärmutterkrebs empfohlen.

Mit einem Extrakt aus den Fruchtkörpern haben chinesische Wissenschaftler bei Versuchstieren eine 80 %ige Hemmung der Bindegewebsgeschwulst Sarkoma registriert.

Der Zunderschwamm in der Homöophatie

Man stellt auch heute noch aus dem Zunderschwamm 10er und 100er Potenzen her  und verwendet sie bei Durchfall mit gelblichem Stuhlgang und Schleim, Colitis ulcerosa im Enddarm, Stirnkopfschmerz ausgelöst durch Verdauungsprobleme, Gallenblasenproblemen, Hepatitis verursacht durch Gift, schmerzend, besonders am rechten Lappen, Erschöpfung mit Ohnmachtstendenzen, bei ernährungsbedingten Vergiftungserscheinungen oder durch Infektionen, bei chronischen Leber- und Verdauungsproblemen;
Detailierte und weitere Informationen finden Sie im Buch: Moderne Mykotherapie (Pilzheilkunde) von Prof. Dr. Med. Ivo Bianchi,

Hinweis und Haftungsausschluss:
Ein Großteil obiger Informationen sind Überlieferungen aus früherer Zeit. Die Anwendung dieser Methoden wird  Menschen mit gesundheitlichen Problemen oder Verletzungen ausdrücklich nicht empfohlen. Der Besuch einer Ärztin/eines Arztes oder HeilpraktierIn wird dringend angeraten. Alle oben beschriebenen Anwendungen erfolgen auf eigenes Risiko.

 
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