Botanisches - Zunderschwamm-GFP

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Botanisches

Der Zunderschwamm gehört zur Familie der Löcherpilze Polyporaceae und wächst am liebsten auf Rotbuchen und Birken, manchmal auch an Walnussbäumen und anderen Laubhölzern. Man findet ihn in den gemäßigten Zonen vom Ural bis zu den Pyrenäen, also auch in den deutschen, österreichischen und schweizer Wäldern.

Der Zunderschwamm (lat. Fomes fomentarius) ist ein richtiger Methusalem, denn er kann bis zu 30 Jahre alt werden. Sein konsolenartiger Fruchtkörper erreicht einen Durchmesser von 40 bis 50 cm. Er kann bis zu 20 cm dick werden und ein Gewicht von mehreren Kilogramm erreichen. Junge Schwämme sind halbkugelig, weich, braun bis gelblich und zartfilzig. Werden die Pilze größer, gehen sie in die Breite. Die Oberfläche des Fruchtkörpers ist von einer harten Kruste bedeckt, die anfangs rotbraun, später mittelbraun und schließlich kahl, glatt, hart, glanzlos und grauweiß bis grau wird.

An Buchen und Birken ist der Zunderschwamm kein gern gesehener Gast. Der parasitäre Pilz saugt seine Wirtsbäume nicht nur aus, sondern bewirkt nach Jahren sogar ein Abbrechen und damit Sterben. In den intensiv bewirtschafteten Forsten ist er darum selten geworden, denn er zählt zu den Feindbildern der Holzfachleute. Verwechslungen mit Lackporlingen, wie z. B. dem Fichtenporling, sind möglich. Die äußere Haut (Rinde) des Zunderschwamms schmilzt nicht, wenn sie mit einer Flamme in Berührung kommt, so kann man ihn sicher bestimmen. Charakteristisch ist auch der in der Rinde enthaltene Farbstoff: In Kalilauge getaucht entsteht eine blutrote Lösung. Diese Fomentariol-Lösung ist ein eindeutiges Indiz, dass es sich um den Zunderschwamm handelt und nicht um einen Porling.

So sieht der Zunderschwamm von innen aus:

Ganz innen rechts (am Baum) der Kern aus feinen Fäden (die auch in den Baum eindringen), das sog. Mycel. Unten die Röhren, welche der Vermehrung des Pilzes dienen. Aus dem eigentlichen Fruchtfleisch, dem Trama, werden viele für den Menschen nützliche Produkte gewonnen.

Der Schwamm bildet keinen Stiel. Der Fruchtkörper verholzt und widersteht jeder Witterung. Ist der Zunderschwamm bereits einige Jahre alt, kann man bei einem Querschnitt die "Jahresringe" erkennen – so passt sich der Pilz „seinem“ Baum an.

Jährlich kommt eine schmale, stumpfe Randschicht hinzu. Dieser Randwulst ist braun und filzig und wird dann kahl. Unter der harten Rindenschicht befindet sich eine weiche, elastische Zunderschicht, die rostbraun gefärbt ist. Die feinen Röhren sind miteinander verwachsen und ebenfalls rostbraun. Auch die Mündungen haben diese Farbe, wenn sie offen sind. Wenn sie aber monatelang geschlossen sind, so haben sie eine hellgraue Farbe. Im Sommer wächst über die alte 1/2 – 1 1/2 cm dicke Röhrenschicht eine neue dazu und so erreichen die Röhren im Laufe der Zeit eine Gesamtlänge von bis zu 12 cm. Wo Zunderschwamm wächst, ist die geopathische Belastung hoch, man befindet sich also auf einer Reizzone – diese Pilze sind ausgesprochene Strahlensucher!  

 
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